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am 28.10.2018

 

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Unsere Motorradtour 2009 führte uns durch insgesamt vier US-Staaten:

Kalifornien, Arizona, Utah und Nevada.

Unser Anreiseflug von Hamburg aus über London nach Los Angeles ging reibungslos und da wir voller Erwartungsspannung waren, trotz insgesamt 12,5 Stunden Flugzeit, recht schnell vorüber. Wir, das sind Bärbel und Bernd.

In Los Angeles angekommen wurden wir vom Team des Reiseveranstalters „ www.media-reisen.de “ herzlich willkommen geheißen und wir lernten die restlichen 21 Tourmitglieder kennen. Nach einem kurzen Bustransfer zum Hotel „Hacienda“ im Stadtteil EL SEGUNDO und dem Bezug unserer tollen Hotelzimmer stand uns der restliche Tag zur freien Verfügung.

Wir nahmen die Gelegenheit war und besuchten den Strand Venice Beach. Hier zeigte sich die Lebensfreude und Einstellung der Menschen gepaart mit Skurrilen Outfits.

Am zweiten Tag stand eine Stadtrundfahrt durch Los Angeles auf dem Programm. Sicherlich konnten wir in den ca. 5 Stunden nicht die ganzen Sehenswürdigkeiten dieser riesigen Stadt erkunden doch das was wir durch die Deutsche Reiseleiterin gezeigt und erklärt bekamen war schon beeindruckend.

Am frühen Nachmittag war es dann endlich soweit…..wir holten die Motorräder von Eagle Riders ab. Das von mir/uns gemietete „Moped“ ist eine Ultra Electra Glide. Ein tolles Motorrad, was die „besten Sozia der Welt“ anerkennend nach einer Sitzprobe bestätigen konnte. Unser Tour - Konvoi bestand aus 17 Maschinen und insgesamt 25 Tourmitglieder zzgl. 2 Tourguide und 2 Pickup.

Die Rückfahrt zum Hotel nutzten wir um uns an die Motorräder zu gewöhnen, ach die Rückfahrt war eigentlich viel zu kurz. Doch wir haben ja noch ein paar Tausend Kilometer zum anfreunden vor uns.

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Der dritte Tag. Heute geht unser Traum in Erfüllung! Die Motorradtour geht los.

Der heutige Streckenabschnitt mit einer Gesamtlänge von ca. 380 km führt uns von Los Angeles nach Palm Springs.

Nach einer ca. 50 km langen Strecke über Stadtautobahnen und super ausgebauten Highways geht es über toll ausgebaute Serpentinenstraße nach „Oakwood Village“ einem kleinen aber malerischen Ort in den Bergen. Hier Rasten wir bevor es über irre tolle Kurvenstrecken Richtung Palm Springs weiter geht. Bevor wir abwärts ins Tal fahren machen wir auf einem Parkplatz oberhalb der Wüstenstadt halt. Von hier haben wir einen grandiosen Ausblick auf das Tal und die Kurven die heute noch vor uns liegen. Die Straßen ins Tal muss ein Motorradfahrer geplant haben, Kurven, Kurven und noch einmal Kurven. Sind es oben auf dem Pass angenehme 28 °C so steigt die Temperatur bis ins Tal auf 40°C an. Es ist als ob uns ein heißer Föhn anstatt Fahrtwind entgegen bläst.

In Palm Springs angekommen wurden die Tanks mit Sprit gefüllt und beim Hotel angekommen die Motorräder abgestellt und gegen Diebstahl gesichert.

Heute sollten wir ein, an jeden Abend und zum Tagestour- Abschluss sich wieder holenden, Ritual kennen lernen. Es gibt Getränke ….Eisgekühlte Getränke… aus der Kühlbox die Christian unser Tourguide im Pickup mit sich führt. Was gibt es schöneres als nach so einer Tagestour ein kühles Bier, Wein oder den einen oder anderen Whisky zu genießen und ein Gespräch mit gleichgesinnten. Man lässt das Erlebte noch einmal Revue passieren.

Das Hotel in Palm Springs war, so wie alle anderen Hotels auf dieser Tour, mit einem Pool und auch sonst vom feinsten ausgestattet. Nach dem Zimmerbezug ließen wir eine für uns zusätzliches Tour Ritual aufleben. Wir kühlten uns vor dem erkunden des Ortes im Pool ausgiebig ab.

Der vierte Tag führt uns von Palm Springs nach Lauglin, Streckenlänge ca. 350 km.

Nach kurzer Fahrt durch eine karge aber Optisch schöne Landschaft erreichen wir den Joshua Tree Nationalpark. Hier lösen wir ein Jahresticket (ca. 90,00 $) das für alle Nationalparks in der USA ein Jahr Gültigkeit hat und übertragbar ist. Wir durchqueren den Park mit seinen einzigartigen und nur hier vorkommenden Josua-Palmlilie- Bäumen. Wir fahren weiter über endlos lange und super ausgebaute Straßen durch Wüstenartige Landschaften Richtung Needles. Hier überqueren wir den Colorado River und sind in Nevada. Nach kurzer Fahrt erreichen wir das Spielerstädtchen Laughlin. Übernachten werden wir im Spielcasinohotel Aquarius direkt am Colorado River. Markant ist das in der Nachbarschaft gelegene Spielcasino Colorado Belle. Dieses sieht aus wie ein Raddampfer der an einer Anlegestelle festgemacht hat.

Wir haben das Spielcasino – Restaurant lieben und schätzen gelernt. Für umgerechnet 7,00 € gab es alles zu Essen und zu Trinken was das Herz bzw. der Magen begehrt. Und das sollte auch für alle weiteren Übernachtungen in Spielcasinos auf unserer Reise gelten.

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Der fünfte Tag war ein Highlight unserer USA Tour und sollte uns von Laughlin über die historische Route 66 nach Williams führen. Die Tagestour hat eine gesamt Streckenlänge von ca. 345 km.

Nach dem wir die Harleys gestartet haben fuhren wir im Konvoi zur historischen Goldgräberstadt Oatman. Nach einer ausgiebigen Besichtigung Cruisen wir über eine super kurvenreiche Strecke nach Kingsman und weiter über die Historische Route 66 nach Seligman. Ein Besuch des Legenderen Barbierladens ist ein Muss. Leider war der Barbier Angel Degadillo nicht im Geschäft, doch die Besichtigung des Ortes entschädigte uns. Die Weiterfahrt über Serpentinenreichen Strecken und vorbei an herrlichen Landschaften nahm unsere ganze Aufmerksamkeit in Anspruch. Nach einem weiteren Zwischenstopp erreichten wir, bei Wolkenverhangenen Himmel, Williams. Zum Essen gingen vom am Ortsrand liegenden Hotel in die Ortsmitte. Hier fanden wir ein Restaurant mit Livemusik und es gab ausgewachsene Rindersteaks. Die haben wir uns als Tagesabschluss bei guter Westernmusik schmecken lassen.

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Der sechste Tag unserer Tour führte uns zu einem der sieben Weltwunder, zum Grand Canyon und als Tagesziel sollten wir nach ca. 280 km Kayenta erreichen.

 

Nach ca. 1 Stunde Fahrt erreichten wir die am Rande des Nationalparks gelegenen Helikopterlandeplätze. Einige unserer Tour Mitglieder nahmen die Chance war und buchten einen Rundflug über den Grand Canyon und nach einem kurzem Aufenthalt in einem Informationszentrum ging es an der Südseite des Canyon entlang zu diversen Aussichtspunkten. Was wir zu sehen bekamen war einfach nur Atemberaubend und für die Augen und Sinne ein Schauspiel welches seines gleichen sucht. Was hat der Schöpfer dieser grandiosen Landschaft sich nur dabei gedacht? Unsere Weiterfahrt führte uns zur alten Handelsstation Cameron. Wir durchfuhren anschließend, über kurvenreiche und toll ausgebaute Straßen, das Gebiet der Navayo- und Hopi- Indianer. Gegen Abend erreichten wir den Ort Kayenta und bezogen nach unserem all abendlichen „Ritual“ die Hotelzimmer. Nach dem Abendessen haben wir uns im Ort noch etwas die Füße vertreten und staunten nicht schlecht als eine aus ca. 30 Tieren bestehende und frei herumstreuende Rinderherde unseren Weg kreuzte. Aha… daher gibt es hier so leckere Steaks die Rinder Joggen Abends noch ein bisschen.

 

Der siebte Tag. Unsere Tour soll heute von Kayenta ins Monument Valley und von dort über eine sehr anspruchsvolle Passstraße nach Torrey führen. Die heutige Tour Länge beträgt ca. 290 km.

Nach dem wir die Motorräder von der „Kette gelassen“ haben Cruisen wir voller Erwartung Richtung Monument Valley. Nach ca. 30 Kilometer Fahrtstrecke vorbei an ersten Felsformationen erreichen wir den Parkplatz des Nationalparks. Der Park wird von Navajo Indianer verwaltet. Wir stiegen in gebuchte Geländefahrzeuge um und begaben uns in eine von vielen Filmen bekannte und unwirklich erscheinende Landschaft. Was das Auge nicht fassen konnte speicherten wir auf diversen SD-Karten. Es ist einfach unbeschreiblich…. Hier bekommt der Begriff „die Weite des Landes“ eine Bedeutung! Leider müssen wir weiter. Doch unsere Weiterfahrt führt uns über eine nicht enden wollende kurvenreiche Panoramastraße in die atemberaubende Landschaft des Staates Utah. Einen Zwischenstopp machen wir am Colorado River wo wir eine irre Aussicht auf den Ausläufer des Lake Powell genießen konnten. Die Fahrt nach Torrey war ein Genuss. Die V-Twins dröhnten und die kurvenreiche Strecke ließ es zu das das ein oder andere Mal die Fußrasten auf dem Asphalt funken sprühten. Das Motel in Torrey war wie für Biker gemacht. Die Maschinen konnten wir direkt vor der Zimmertür parken. Nach einem ausgiebigen „Abendritual“ mit einem kitschig erscheinen Sonnenuntergang konnten wir die Spezialität des Hauses genießen….. ein 21 Tage abgelagertes Rindersteak in XXXL Format. Was für ein Genuss!

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Der achte Tag. Die geplante Tour führt uns von Torrey zum Bryce Canyon – Zion und übernachten werden wir in St. George. Die heutige Tagestour beträgt ca. 545 km!

Morgens ist es etwas kühler als sonst und es hatte nachts einen leichten Regenschauer gegeben. Wir trocknen die Motorräder ab, verstauen unser Gepäck in die Pickup und nach einem kurzem warmlaufen lassen der Maschinen starten wir voller Erwartung in einen neuen Tag. Der Highway 12, welcher extra oder vielleicht auch nur für Motorradfahrer gebaut wurde  und mehrfach zum schönsten Highway Amerikas gewählt wurde, führt uns zum Bryse Canyon. Auf dem Weg dorthin durchqueren wir sogenannte „open Ranches“ was nicht anders bedeuten soll als das die Rinder frei herumlaufen. Rechts und links der Straße weiden Rinder und wechseln auch schon einmal die Straßenseite. Höchste Vorsicht ist hier geboten! Die Straße führt weiter über ein Hochplateau, ohne Fahrbahnbegrenzungen, aber dafür hat man eine super Aussicht auf die Landschaft. Gegen Mittag erreichen wir den Bryce Canyon mit seinen faszinierenden Felsformationen den sogenannten Hoodoos. Nachdem wir uns an der Farbenpracht und der unbeschreiblichen Schönheit der Landschaft satt gesehen haben, denken wir auch einmal an unser Leibliches wohl und nehmen in der Parkrestauration ein Mittagsmenü vom mehr als reichhaltigen Büfett zu uns. Nach der Stärkung zieht es uns wieder zu den Motorrädern und wir fahren über, ich weiß dass ich mich wiederhole, eine Landschaftlich wunderschönen Strecke den Mount Carmel Junction in den Zion National Park. Im Anschluss, ach ja hier haben wir ca. 200 Bilder gemacht, fahren wir über eine höchst anspruchsvolle Serpentinen Strecke welche uns Fahrern und den Harleys einiges abverlangt, entlang riesiger und in allen Rottönen leuchtenden Felsmassive, immer Talwärts und in Richtung St. George unserem heutigen Tagesziel. Nach unserem „Abendritual“ bezogen wir in einem am Stadtrand gelegenen Hotel unsere Zimmer und erst jetzt merkten wir was wir heute geleistet haben. Ja, wir waren merklich geschafft. Doch wir freuten uns auf den nächsten Tag!

 

Der neunte Tag. Von St. George nach Las Vegas. Die geplante Fahrtstrecke ca. 400 km.

 

Nach einem ausgiebigen Frühstück und dem verladen der Koffer in dem „Kofferpickup“ welcher vom Tourguide Mirko gesteuert wurde, starteten wir die Motorräder. Obwohl wir bislang gemeinsam und im Konvoi über 2000 km gefahren sind habe ich jedes Mal eine Gänsehaut wenn 17 Motorräder starten. Welch eine Kulisse und welch ein Sound!

Der morgendliche und angenehm kühle Fahrtwind treibt die letzte Müdigkeit aus dem Gesicht und nach einer wunderbaren Fahrt erreichen wir den Valley of Fire State Park. Hier wurden diverse Filme, unter anderem Teile des Films Star Trek „Treffen der Generationen“ gedreht. Die Landschaft erscheint unwirklich und die Gesteinsformationen leuchten in allen Farbetönen. Was uns als Motorradfahrer aber ebenso begeisterte waren die Fantastisch angelegten und Kurvenreiche Straßenführung! Leider gibt es in dem Park eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 15 MPH, aber wer kann schon so langsam fahren ????

In einer der großen Highway Rasthöfe nahmen wir nach dem Auftanken der Maschinen einen Imbiss zu uns. Danach fuhren wir über den Interstate Highway 15 Richtung Las Vegas. Es ist schon ein besonderes Gefühl wenn man aus der Wüste kommend und über eine Bergkuppe fährt und plötzlich auf eine riesige, bis zum Horizont reichende Stadt blickt. Unser vorausfahrende Tourguide Christian führte uns sicher durch das Labyrinth der sich kreuzenden Highways direkt zum zweit größten Harley Davidson Stores Amerikas. Diesen riesigen Laden, in Amerika ist alles riesig, konnten wir nur mit Sonnenbrillen betreten. Alles Chrom dieser Welt schien hier an den Motorrädern, welche den Ausstellungsraum füllten, verbaut worden zu sein. Nachdem wir uns von dieser Pracht gelöst haben fuhren wir über den Las Vegas Blvd. und vorbei an den Weltbekannten, gigantischen Fassaden der Casinos zum Hotel The Orleans. Nach dem „Abendritual“ betraten wir das Hotel. Hier ist alles aber wirklich alles nur durch das Casino zu erreichen. Zur Rezeption, zu den Fahrstühlen, zum Restaurant alles war nur durch das Casino zu erreichen…. Warum bloß???. Unser Hotelzimmer erreichten wir über endlos lange Flure. Das Hotelzimmer war riesig und toll eingerichtet. Vom Fenster aus konnten wir die Stadt mit den anderen Casinos sehen. Fantastisch. Nach einem ausgiebigen und sehr guten Büffet Essen im Hotelrestaurant nahmen wir an der Legendären Hotelführung längs des Las Vegas Blvd. Teil. Auch hier erwies sich unser Tourguide Christian als sehr erfahrener und sehr gut Informierter Reiseleiter. Welche Pracht welch Gigantismus in den von uns besuchten Themen Casino- Hotels herrschte kann man mit Worten kaum beschreiben. Als wir spät in der Nacht wieder in unserem Hotelzimmer waren, taten uns nicht nur die Füße sondern auch die Augen, von dem was wir erlaufen bzw. gesehen haben, weh. 

Der zehnte Tag stand uns in Las Vegas zur freien Verfügung.

Heute haben wir ausnahmsweise einmal etwas länger (8.00 Uhr) geschlafen. Wir haben ja schließlich Urlaub. Im Casinorestaurant haben wir, für wenige Dollar, ein fürstliches Frühstück zu uns genommen. Hier überlegten wir uns die Gestaltung des Tages und kamen zu dem Entschluss das ein Tag ohne Motorradfahren kein guter Tag ist. Mit einem weiteren Pärchen der Motorradtour ( Ruth und Oliver) kamen wir überein, dem Hoover-Staudamm einen Besuch abzustatten. Gesagt getan. Die Motoren dröhnten als wir diese in der riesigen Parkgarage starteten und vorbei an den Hotelskylines verließen wir Las Vegas. Ach, tat das gut. Fahrtwind im Gesicht und einen V-Twins der vor sich hin grummelt. Nach ca. 1,5 Std. Fahrt erreichten wir den Lake Mead einen ca. 170 km langen Stausee des Colorado River. Nach kurzer Weiterfahrt erreichten wir den Staudamm und stellten unsere Maschinen im Parkhaus ab. Auch hier, wie bei vielen Sehenswürdigkeiten, gab es einen extra für Motorräder abgesperrten Bereich. Bei der Besichtigung der riesigen Staumauer vielen uns diverse Film ein in der der Staudamm als Background, z.B. Transformers gedient hat.

Für die Rückfahrt suchten wir uns auf der Karte eine andere Strecke aus. Vorbei an tollen Villen und als Kontrast dazu ärmlichen Stadtteilen erreichten wir, über tolle und kurvenreiche Straßen, gegen Nachmittag wieder Las Vegas.

Die beste Sozia hatte noch den Wunsch etwas zu Schoppen und wir fuhren Standesgemäß, mit dem Motorrad, zum Outlet Center am Stadtrand von Las Vegas. Der Einkauf diverser Bekleidungsstücke erwies sich als wirklich günstig zumal der niedrige Dollarkurs uns wirklich entgegen kam. Wir hatten uns in Deutschland mit sehr, sehr günstigen T-Shirts usw. eingedeckt. Diese hatten wir all abendlich in den Müll entsorgt, wer will schon im Urlaub waschen? Dadurch hatten wir für diese hochwertige Markenbekleidung Platz in unseren Reisetaschen. Zurück in der Hotelgarage wurde die Maschine wieder an die Kette gelegt und nach einem ausgiebigen Bad im Pool ging es zum Essen. Das Büffet im Casinohotel – Restaurant war so lang und üppig das man mal wieder die Qual der Wahl hatte was man essen sollte . Nach dem Essen stürzten wir uns in das Nachtleben von Las Vegas, ja Urlaub kann anstrengend sein. Gegen Mitternacht erreichten wir eines der Wahrzeichen von Las Vegas den Stratosphere Las Vegas. Hier wollten wir in 300 m Höhe noch etwas Karussell fahren! Mit dem Big Shot kann man sich den Turmmast hoch katapultieren lassen und kehrt dann im freien Fall von etwa 40 Metern wieder auf den Ausgangspunkt hoch über den Dächern von Las Vegas zurück. Bei „Big Shot“ wirken 4 g auf den Fahrer und man ist an der Spitze für eine kurze Zeit schwerelos. Die dritte Attraktion am Dach des Turms (seit 2003) heißt X-Scream. Die jüngste Attraktion „Insanity – The Ride“ ist eine Art Kettenkarussell mit freiem Blick in die Tiefe. Alle drei Fahrgeschäfte für sich sind schon einzigartig doch zusammengenommen und in dieser Höhe einzigartig auf der Welt. Und so war auch das Fahrgefühl….. einzigartig. Als wenn Ameisen im ganzen Körper eine Party feiern………..!!!!!!! Aber man muss es einfach einmal gemacht haben. Wir sind ja schließlich harte Biker .

 

Der elfte Tag. Heute geht es wieder on Tour von Las Vegas nach Bakersfield. Streckenlänge ca. 450 km.

Nach dem wir den gestrigen Tag und die Nacht in Las Vegas ausgiebig genossen haben starten wir, voller Vorfreude auf das was uns erwartet, die Motoren. In der Parkgarage ertönt ein angenehmer „Lärm…“von 17 Stück V2 Motoren. Einige Alarmanlagen geparkter Autos mischen sich in das Konzert ein. Wir verlassen Las Vegas entlang der Hotel Skyline und fahren auf den Interstate Highway 15 durch wüstenähnliche Landschaften und erreichen nach ca. 120 km die alte Geisterstadt Calico. Wir besichtigen die Westernstadt und erhalten einen kleinen Einblick in das Leben der Bergleute welche unter einfachsten Mitteln im Berg die Silbervorkommen abgebaut haben. Einfach war das bestimmt nicht! Nach Beendigung unserer Besichtigung starten wir die Motoren und fahren weiter durch Randgebiete der Mojave Wüste und an den Ausläufern der Sierra Nevada. Über eine kurvenreiche Straße durchqueren wir den Tehachapi Pass und machen noch einmal im gleichnamigen Ort eine kleine Rast. Das letzte Stückchen unserer Tagestour Richtung Bakersfield und in die untergehende Sonne war ein Genuss. Das „Abendritual“ viel heute etwas kürzer aus aber dafür holten wir dieses in einem tollen Country und Western Salon nach. Neben leckeren und wohl demissionierten Speisen konnten wir einen Abend mit Western Musik genießen. Leider wurde der Salon um Punkt 22.00 Uhr geschlossen. Um noch ein Bierchen vor der Nachtruhe zu trinken haben wir eine Karaoke Bar aufgesucht. Hier ging noch einmal die Stimmung nach oben und besonders als unser Tourguide Christian ein Hit zum Besten gab zeigten wir Biker wie gefeiert wird.

 

Der zwölfte Tag. Der letzte Tag unserer Motorradtour führt uns von Bakersfield über den Highway 1 zurück nach Los Angeles. Streckenlänge ca. 220 km.

Höre ich da beim anlassen des V-Twin etwas Wehmut oder bilde ich mir das nur ein? Nein eine Maschine kann nicht mitbekommen, dass die Reise sich dem Ende nähert. Oder???

Der neue Tag beginnt wie der letzte geendet hat. Über tolle Passstraßen Cruisen wir durch den Los Padres Nation Forest. Verbrannte Bäume sind stille Zeugen der letzten Waldbrände die kurz vor unserem Tour Beginn hier noch gewütet haben. Nach dem wir das Waldgebiet verlassen haben sehen wir den Pazifischen Ocean vor uns. Was für ein Gefühl. Tagelang sind wir durch Wüstenähnliche Landschaften gefahren und jetzt das… die Weite des Pazifischen Ocean und der Duft nach Meer. Nach einer kurzen Fahrt über den Highway 101 biegen wir ab auf die Küstenstraße den legendären Highway 1. Was für eine Traumstraße, was für ein Gefühl, was für eine Aussicht….. und das auf einem Motorrad, einfach nur toll. Auf halber Strecke machen wir Stopp am bekannten Bikertreffpunkt Neptun`s Net. Einem Fischrestaurant mit Flair. Wir genießen bei einer Portion gegrillter Meeresfrüchte die Aussicht auf die Wellenreiter und das Treiben vor dem Restaurant. Drei Highway Polizisten auf Motorrädern, nein keine Harleys sondern auf KAWASAKIS, halten um hier eine Pause einzulegen. Schnell kommen wir mit den dreien ins Gespräch. Das übliche wo her und wo hin und als wir den drei erklärten das wir zu Hause in Deutschland auch KAWASAKI Motorräder fahren war die Freude darüber echt groß. Es muss auch in Amerika nicht immer eine Harley sein. Unser letztes Stück der Tour führt uns vorbei am Malibu Beach und Santa Monica. Ja, hier könnte man sich wohl fühlen und das ganze Jahr über Motorrad fahren. Am Nachmittag war es dann so weit. Nach dem wir im Hotel unser Gepäck abgegeben haben traten wir die letzte Fahrt zum Harley - Dealer an. Die Motorräder wurden einer eingehenden Untersuchung unterzogen. Sicher ist sicher den der nächste Mieter möchte ja wieder eine vollkommen in Takte Maschine für seine Traumtour entgegen nehmen. Die Maschinen befanden sich alle in sehr guten Zustand und auch auf der ganzen Tour gab keinen Ausfall. Aber Halt, eines beanstandete der Vermieter… die Trittbretter an meiner Ultra Electra Glide waren nicht mehr im gleichen Zustand wie ich sie übernommen hatte. Diese waren unterwärts scharfkantig und abgeschliffen. Wie und wo war den das passiert . Den letzten Abend im Hotel „Hacienda“ verbrachten wir gemeinsam und in fröhlicher Runde unserer „Tour Freunde“. Der Abend zog sich laaaaaaange hin und wir bedankten uns noch einmal bei Christian und Mirko, dass tolle Team von „ www.media-reisen.de“.

Mein persönliches Fazit zu dieser Tour…. Den Motor habe ich laufen lassen. Wir kommen wieder und werden andere Strecken unter die Räder nehmen. Bestimmt !

 

Der dreizehnte Tag. Stand für die anderen Teilnehmer im Zeichen des Rückfluges nach Deutschland. Wir, Bärbel und Bernd, flogen weiter nach San Francisco um noch ein paar Tage „Urlaub“ zu machen.

 

Am Morgen, nach einem ausgiebigen Frühstück, wurden wir vom Hotel „Hacienda“ Shuttle Service zum Flughafen gebracht. Nach dem einchecken und den üblichen Kontrollen flogen wir in ca. 1,5 Stunden von Los Angeles nach San Francisco. Auch hier nahmen wir einen Hotel Shuttle in Anspruch. Etwas kostengünstige wäre jedoch die Fahrt mit einem Taxi gewesen, wie sich später herausstellte. Über unseren Reiseveranstalter hatten wir ein Hotelzimmer im Holiday Inn an der Van Ness Avenue, buchen lassen. Die Zimmer waren nicht ganz so üppig, wie auf der Motorradtour, erfüllten jedoch ihren Zweck.

Wir machten uns gleich auf um die Stadt zu erkunden. Nein um zu erlaufen. Endlos lange Straßenzüge mit ebenso langen und steilen Steigungen erschwerte uns das Zügige vorwärts kommen. Oder sind wir durch die vorangegangene Motorradtour das Laufen nicht mehr gewohnt gewesen? Unser erstes Ziel war der Hafen von wo aus wir, die für San Francisco bekannten Sehenswürdigkeiten erblickten. Die Golden Gate Bridge, die Gefängnisinsel Alcatraz. Weiter ging es entlang des Wassers zum Fisherman’s Wharf einem Teil des Hafengebietes. Hier gibt es ein Restaurant neben dem anderen und alle haben eines gemeinsam, sie sind bekannt für ihre Fisch- und andere Meeresfrüchte Spezialitäten. Nach einer „kleinen Stärkung, und nach dem sich unsere Füße etwas erholt haben, beschlossen wir mit dem Laufen für heute Schluss zu machen. Gesagt, getan. Wir entern einen doppelstöckigen Bus und erwerben ein für zwei Tage gültiges Ticket….. das war eine gute Entscheidung!

Der Bus fuhr uns zu weiteren Sehenswürdigkeiten wie Chinatown, die Lombard Street usw. Am Ende unserer, ach so erholsamen Bustour, erreichten wir die Golden Gate Bridge. War diese aus der Ferne schon ein erhabenes Bauwerk so ist sie aus der Nähe betrachtet ein Monument. Wir fuhren mit dem Bus weiter und haben uns für den nächsten Tag fest vorgenommen, wir hatten ja eine zwei Tage Ticket und konnten jederzeit die Bustour unterbrechen und mit dem nächsten Bus weiterfahren, die Brücke zu Fuß zu überqueren. Nach dem der Bus wieder am Fisherman’s Wharf angekommen war statten wir den Seelöwen am Pier 39 noch einen Besuch ab. Welch ein Anblick und welch eine Geräuschkulisse. Zur Krönung unseres ersten Tages in Frisco durften wir einen richtig kitschigen Sonnenuntergang mit Blick auf die Golden Gate Bridge erleben.